Infos zum Float

Quantum Floating im Samadhitank

Der folgende Artikel wurde im Magazin Prisma veröffentlicht und steht hier als Download zur Verfügung: QuantumFloat

Quantum-Floating

Quantum Experience und Quantenheilung sind heute in Vieler Munde. Sie basieren auf einem Zustand, den Frank Kinslow, der Pionier der Q-healing Methode, mit “Reines Bewusstsein” bezeichnet. Dieser Zustand geht einher mit einem Wohlgefühl, das Kinslow “Eu-Gefühl” nennt (griechisch Eu = gut). Es ist sicher ein Verdienst von Kinslow, ganz einfache Techniken zu beschreiben, mit denen der Mensch von heute in diese Erfahrungen eintauchen kann.

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Spirituelle und philosophische Aspekte des Floatens

Was ist Floaten?

Beim Floaten legt man sich eine Stunde lang in einen Tank oder ein Becken, das mit körperwarmer gesättigter Glaubersalzsole gefüllt ist. Man schwebt wie eine Feder auf dem Wasser. So „entgrenzt“ sich der Körper und das Gefühl von Schwerelosigkeit und tiefer Entspannung stellt sich ein. Bittersalzsole ist basisch und entschlackt. Die Haut  wird schön, und geschmeidig. Es entstehen keine „Schrumpeln“ wie sonst beim Baden. Der Tank, bzw. das Becken ist licht- und schallisoliert, sodass keine Außenreize zum Körper vordringen.

Einige philosophische Überlegungen vorab.

„Ich denke, also bin ich“ – Mit diesem „Axiom“ drückte der französische Philosoph und Mathematiker René Descartes (1596-1650) das Lebensgefühl des neuzeitlichen Menschen aus und begründete damit den modernen Rationalismus. Das Denken benötigt stets ein Gegenüber, über das es nachdenken, das es analysieren kann. So wird die Trennung zwischen Subjekt und Objekt im Denken zementiert, eine Anschauung, die sich für die modernen Naturwissenschaften als äußerst hilfreich und effektiv erwies. Diese neue  abendländische Denkweise, fordert jedoch einen hohen Tribut: Zum Einen bedeutet es enormen Stress, sich stets die Grundlage für das Eigene Sein über das Denken  selbst  schaffen zu müssen. Der Umkehrschluss würde nämlich lauten: „Wenn ich nicht denke, dann bin ich nicht“ – und das macht Angst. Zum Anderen geht diese Subjek- Objekt-Trennung einher mit dem Verlust des Bewusstseins der Einheit und dem Verlust inneren Friedens.

Ganz im Gegensatz zum Denken Descartes sind sich sogut wie alle spirituellen  bzw. mystischen Traditionen dieser Welt darüber einig, dass Erleuchtungserfahrung, bzw. die Erfahrung des tieferen Selbst sich erst einstellt wenn unser Denken zur Ruhe gekommen ist. Diese Erfahrung ist nicht “irrational” sondern “transrational”, d. h. sie übersteigt unser rationales Denken ohne es zu abzuwerten. Es ist die tiefste Seinserfahrung im Sinne von: “Ich bin der ich bin.” So lautet z.B. die klassische Definition von Yoga: “Yoga bedeutet Anhalten der unruhigen Bewegungen unseres Denkens, – dann sieht der Betrachter sein wahres Selbst”. Die christliche Mystikerin Theresa von Avila schreibt: “So kann es geschehen, dass einem während des Gebets seine Majestät (Gott) das Wort quasi aus dem Mund nimmt  und das Denken anhält. Nur mit Mühe könnte man dann noch sprechen. So lauscht man der wortgeräuschlosen Unterweisung des Meisters und ist selig ohne zu wissen warum.”

Der Samadhi-Tank – Eine “Meditationsmaschine”?

In den spirituellen Traditionen der Welt ist man sich auch darüber einig, dass ein entspannter, ruhiger Körper eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass auch der Geist zur Ruhe kommt. So heißt es z.B. im Yogasutra des Patanjali: “Der Meditationssitz soll stabil und angenehm sein”. Alle Yogaübungen zielen darauf ab, den Körper in eine angenehme und stabile Position zu bringen und die Außenwahrnehmung für den Zeitraum der Meditation soweit als möglich auszuschalten. In dieser Isolation steigen selbstredend Gedanken und Gefühle aus unserem Innern hoch. Die Meditationstechniken zielen darauf ab, diesen Gedanken und Gefühlen keine Möglichkeit zu geben, sich auszubreiten und zu verselbständigen. Wenn der Körper stabil und entspannt ist, so können die Gedanken sich nicht mehr verdichten und lösen sich mit der Zeit ins Nichts auf wie Sommerwölkchen an einem hohen Berg.

Exakt dieser Prozess läuft beim Floaten ab:

1) Im Isolationsbecken sind optische und akustische und taktile Reize soweit als möglich ausgeschlossen.

2) Der Körper kommt rasch in eine absolut stabile und angenehme Position.

3) Wenn man bedenkt, dass wir fast 90% unserer neuronalen Aktivitäten (Hirn- und Nervenleistung) aufwenden, unseren Bewegungsaparat zu koordinieren, mit der Schwerkraft zu kämpfen und Reize zu verarbeiten, so kann man nur erahnen, wie viel Energie im Tank frei wird.

4) Wissenschaftliche Untersuchungen haben eindeutig bewiesen, dass unser Gehirn beim Floaten Alpha- und sogar Thetawellen produziert, ein Hirnstrommuster, das normalerweise nur im Schlaf oder in tiefster Meditation auftritt. Ebenso erwiesen ist, dass die Stresshormone beim Floaten deutlich sinken und dass es zu einer Synchronisation von linker und rechter Gehirnhälfte kommt – ein Hinweis auf tiefe Entspannung und Seelenfrieden.

Es ist faszinierend, festzustellen, dass beim Floaten exakt diejenigen Zustände relativ schnell und mühelos erreicht werden, die in den spirituellen Traditionen der Welt mit Hilfe oft komplizierter Mediationstechniken angestrebt werden, dass sich die Erfahrungen im Tank mit denen der Mystiker decken und dass die wissenschaftlichen Untersuchungen des Floatens eine rational nachvollziehbare Erklärung dafür erbringen konnten, dass das Floaten ebenso wie die überlieferten Mediationstechniken zu einer Erweiterung des Bewußtseins führen.

Kompetente Begleitung

Floating ist weit mehr als irgendeine Entspannungstechnik. Im Grunde genommen bedarf es keiner Technik. Die meisten Floater berichten, dass es nur darauf ankommt, loszulassen und dass es keinen Zustand gibt, der hierbei hilfreicher ist als die Schwerelosigkeit im Floating-Becken. Der Float ist selbst der beste Lehrer. Dennoch ist es sehr hilfreich, von einem erfahrenen Floater angeleitet und begleitet zu werden. Eine Erstinstruktion hilft, die Achtsamkeit auf das Wesentliche zu richten und ein Reflexionsgespräch nach dem Floating-Vorgang trägt wesentlich dazu bei, die außergewöhnlichen Erfahrungen so ins tägliche Leben zu integrieren, dass sie in den Alltag hineinwirken